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Beznau 1Umweltorganisationen haben wegen Sicherheitsrisiken die Stilllegung des Schweizer Atomkraftwerks Beznau unweit der deutschen Grenze gefordert. Beznau 1 ist bald der älteste Meiler der Welt. Der Reaktor weise "zahlreiche Sicherheitsprobleme" auf, schrieben rund 15 Organisationen in einer am Donnerstag veröffentlichten Mitteilung.
Genf/Freiburg (AFP/dapd/red) - Es gebe Risse im Reaktormantel und in der Stahlhülle, bemängelten die Unterzeichner, darunter auch Greenpeace und die Schweizer Vertretung der Umweltschutzorganisation WWF. Der Druckwasserreaktor Beznau 1 in Döttingen wurde 1969 in Betrieb genommen.
Eine Sprecherin der Betreibergesellschaft Axpo dementierte die Vorwürfe. Es werde zwar der Reaktordeckel vorsorglich ausgetauscht, aber er habe keine Risse, sagte sie. Beznau 1 soll offiziell 2019 nach 50 Jahren Betrieb vom Netz genommen werden. Im September 2011 hatte das Schweizer Parlament den schrittweisen Ausstieg aus der Atomenergie beschlossen. Bis 2034 sollen demnach alle derzeit fünf aktiven Reaktoren abgeschaltet werden.
Das nur zehn Kilometer von der deutschen Grenze entfernt liegende AKW wird demnächst das weltweit älteste Atomkraftwerk sein. Wenn der britische Reaktor Oldbury zum Monatsende abgeschaltet wird, werde die "zweifelhafte Ehre" dem AKW Beznau 1 in der Schweiz zuteil, wie der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) am Donnerstag in Freiburg mitteilte.
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Während der Kältewelle der vergangenen Wochen gab es zum Teil recht widersprüchliche Schlagzeilen: Einmal hieß es, Deutschland sei weiterhin in der Lage, Strom zu exportieren, dann wieder, Reservekraftwerke müssten angeworfen werden. Die Schwierigkeiten liegen dabei in mehreren Bereichen. Auch profitorientierte Energiehändler könnten mit verantwortlich sein.
Eine Expertenkommission hat eine Laufzeitverlängerung für die französischen Atomkraftwerke empfohlen. Die Atomaufsicht muss jetzt noch zustimmen. Derzeit ist eine Laufzeit von 40 Jahren geplant, bei einigen Meilern läuft diese in den nächsten Jahren aus. Auch neue Reaktoren könnten gebaut werden, um das Abschalten älterer Meiler auszugleichen.
Der Atomausstieg in Deutschland hat den Gewinn des schwedischen Energieriesen Vattenfall nach eigenen Angaben stark geschmälert. Er sank um 21 Prozent auf 10,4 Milliarden schwedische Kronen (1,18 Milliarden Euro), wie Vattenfall am Donnerstag mitteilte. Der Umsatz ging im vergangenen Jahr um 15 Prozent auf rund 181 Milliarden Kronen zurück.
Für den Abbau von acht Atommeilern sowjetischer Bauart in drei östlichen EU-Ländern fehlen dem Europäischen Rechnungshof zufolge mindestens 2,5 Milliarden Euro. Der Rückbau in Bulgarien, Litauen und der Slowakei schreite voran, der Hauptteil stehe jedoch noch aus. In dem dafür geschätzten Mehrbedarf ist laut Rechnungshof die Entsorgung des Atommülls noch nicht berücksichtigt.
Ein Zwischenfall im französischen Atomkraftwerk Cattenom vom 18. Januar war offensichtlich schwerwiegender als bislang vermutet. Die französische Atomaufsicht habe das Ereignis auf der siebenstufigen INES-Skala auf Stufe 2 eingeordnet, teilte das saarländische Umweltministerium am Montag mit. Damit wird der Zwischenfall im grenznahen AKW als Störfall eingestuft.Strompreise vergleichen
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