Öko-Piste

Schweizer Skigebiete entdecken den Klimaschutz

Im Berner Oberland setzen jetzt die ersten Skigebiete auf saubere Energie und Ökostrom. So fahren die Bergbahnen Adelboden mit Strom aus erneuerbaren Energien. Skigäste können sich mit einer Spende beteiligen. Auch in Grindelwald macht man sich zunehmend Gedanken um Angebote rund um den Klimaschutz. Doch bringt das wirklich etwas?

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Bern (red) - "Der Nutzen solcher Einzelaktionen für die Umwelt ist ­bescheiden", sagt Tourismusforscher Adrian Obi von der Uni Bern dem Schweizer Nachrichtenportal 20 Minuten online. Einzelaktionen wie etwa die sesselbahn, die mit Ökostrom betrieben wird, die Energie-Piste mit Infotafeln oder der Klimapfad in Grindelwald, von dem aus man den Gletscherrückgang beobachten kann und dazu Instruktionen von einer iPhone-App bekommt.

"Nachhaltigen Skitourismus gibt es nicht"

Obi zufolge beinträchtigt der Skitourismus mit seinen Begleiterscheinungen wie Beschneiungsanlagen und die Anreise der Skitouristen jedoch so stark die Umwelt, dass von nachhaltigem Skitourismus keine Rede sein kann. Dennoch befürwortet er die Auseinandersetzung mit dem Thema Umwelt und das Vermarktungspotenzial, das damit einhergeht. Auch um das Problem der Beschneiung macht man sich in Adelboden Gedanken. Bei Kunstschnee und auch bei der Beschaffung von Pistenfahrzeugen halte man sich an Öko-Grundsätze, so Bergbahn-Direktor Markus Hostettler laut 20 Minuten online.