Gespräche laufen

Schweizer Konzern sucht Partner für Kohlekraftwerk in Dörpen

Das Schweizer Unternehmen BKW FMB Energie AG hält weiter an den Planungen für ein Steinkohlekraftwerk im emsländischen Dörpen fest. Allerdings werde man das eigene Engagement reduzieren. Stattdessen werde ein Partner gesucht, der in das Projekt einsteigt. Man befinde sich bereits in Gesprächen.

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Dörpen (ddp-nrd/sm) - Wegen der ablehnenden Haltung der Berner Kantonsregierung war darüber spekuliert worden, dass die Planungen eingestellt werden. Der Kanton Bern ist mit 52,5 Prozent Mehrheitsaktionär bei der BKW FMB Energie AG. Der Regierungsrat hatte der Unternehmensleitung laut Medienberichten mitgeteilt, dass ein Bau von Kohlekraftwerken unter Federführung des Konzerns nicht erwünscht ist. Zur Begründung wurde auf den Klimawandel und den Kohlendioxidausstoß von Kohlekraftwerken verwiesen. Die BKW FMB Energie AG ist auch an einem in Wilhelmshaven geplanten Kohlekraftwerk beteiligt, das unter Federführung der belgischen Electrabel-Gruppe gebaut werden soll.

Das Kraftwerk in Dörpen mit einer Leistung von 900 Megawatt soll bis zum Jahr 2013 ans Netz gehen. Eine Bürgerinitiative protestiert seit Monaten gegen den Bau und hatte sich auch an den Regierungsrat in Bern gewandt. "Wir möchten das Projekt trotz der Diskussionen nicht ad acta legen", sagte dagegen BKW-Sprecher Antonio Sommavilla. Ob der Stromkonzern E.ON in das Projekt einsteigen werde, wollte er nicht sagen. E.ON hält laut Sommavilla 21 Prozent der BKW-Aktien.