Kernenergie in der Schweiz

Schweiz: Zeitplan für Entsorgung radioaktiver Abfälle vorgelegt

In ihrem jetzt vorgelegten Jahresbericht befasste sich die Arbeitsgruppe des Bundes für die nukleare Entsorgung (AGNEB) mit den technischen und finanziellen Rahmenbedingungen für die Einlagerung von hochaktiven Nuklearabfällen. Nach ihren Ergebnissen ist der Betrieb eines Hochaktivlagers ab 2040 möglich.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Bern (red) - Seit 2002 untersuchte die AGNEB die technischen Rahmenbedingungen für den Bau, Betrieb und Verschluss eines Lagers für abgebrannte Brennelemente, hochaktive und langlebige mittelaktive Abfälle (BE/HAA/LMA). Untersucht wurden sowohl finanzielle Aspekte als auch verschiedene technische Grössen wie z.B. Abbrand der Brennelemente (BE), Wiederaufarbeitung, Verwendung von MOX-Brennstoff, Behältergrösse und -beladung, Einlagerungsbetrieb.

Im Abschnitt "Zeitplan der Tiefenlagerung" wird die Einrichtung und der Betrieb eines Hochaktivlagers ab 2040 als "technisch realisierbar" gesehen. Es wurden weiterhin schrittweise Verfahren und Definitionen von Kriterien für die Auswahl von möglichen Standorten festgesetzt.

In der Schweiz werden derzeit fünf Kernkraftwerke mit einer Gesamtleistung von 3,2 Gigawatt betrieben. Der Anteil der Kernenergie an der inländischen Stromproduktion beträgt nach Angaben des Bundesamtes für Energie (BfE) im Jahresdurchschnitt 38 Prozent, im Winter bis zu 45 Prozent und liegt damit über dem europäischen Durchschnitt von 33 Prozent.

Der Jahresbericht wird im Internet zum Download angeboten.

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