Bilanz

Schwedische Vattenfall steigert Umsatz und Betriebsergebnis

Der schwedische Mutterkonzern Vattenfall AB hat heute in Stockholm die Geschäftszahlen für 2003 vorgelegt. Das Unternehmen konnte seinen Umsatz weiter steigern, das Betriebsergebnis verbesserte sich um 14,5 Prozent. Nach schwedischen Bilanzierungsregeln ist auch das Ergebnis von Vattenfall Europe erfeulich. Die deutschen Regeln sprechen da eine andere Sprache.

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Berlin (red) - Die schwedische Vattenfall AB, Muttergesellschaft der Vattenfall Europe AG, hat nach den heute in Stockholm vorgelegten Geschäftszahlen im Jahr 2003 ihren Umsatz wiederum steigern können und zugleich weitere Ergebnisverbesserungen erzielt. Die Nettoumsatzerlöse der Vattenfall-Gruppe stiegen 2003 um 10,8 Prozent auf 111.935 Millionen Kronen (12.309 Millionen Euro). Im Vorjahr waren es 101.025 Millionen Kronen (11.109 Millionen Euro).

Das Betriebsergebnis verbesserte sich um um 14,5 Prozent auf 15.296 Millionen Kronen (1.682 Millionen Euro). Das Nettoergebnis nach Steuern stieg um 20,6 Prozent auf 9.123 Millionen Kronen (1.003 Millionen Euro). Maßgeblichen Anteil an Umsatz und Ergebnis haben laut Bericht die deutschen Gesellschaften. Nach den schwedischen Bilanzierungsregeln stieg der Umsatz der deutschen Konzerngesellschaften auf 63.974 Millionen Kronen (7.035 Millionen Euro) und das Betriebsergebnis erhöhte sich um 33,5 Prozent auf 6.318 Millionen Kronen (694 Millionen Euro). Legt man die deutschen Bilanzierungsregeln zu Grunde, wird das Ergebnis von Vattenfall Europe wohl negativ ausfallen. Die endgültigen Ergebniszahlen nach deutschem Bilanzierungsrecht wird Vattenfall Europe auf am 12. Mai 2004 veröffentlichen.

Dr. Klaus Rauscher, Vorstandvorsitzender der Vattenfall Europe AG und Senior Executive Vice President der Vattenfall AB, sieht den drittgrößten deutschen Stromversorger dennoch auf gutem Wege: "Außergewöhnliche Belastungen sind im Rahmen der Restrukturierung eines Konzerns der Normalfall, und auch Unterschiede in der Rechnungslegung nach nationalen und internationalen Regeln sind für multinationale Konzerne nicht ungewöhnlich. Wir haben im vergangenen Jahr einen Großteil der Fusions- und Integrationskosten in der Bilanz verarbeitet. Unsere operative Stärke wird sich künftig immer mehr nicht nur im Betriebsergebnis, sondern auch im HGB-Jahresergebnis niederschlagen."