2010 fertig

Schröder: Zeitplan bei Ostseepipeline wird eingehalten

Die Zeitpläne beim Bau der Ostseepipeline von Russland nach Deutschland werden eingehalten. Die Lieferungen würden "wie im Plan vorgesehen" aufgenommen, stellte der Aufsichtsratsvorsitzende der Betreibergesellschaft Nord Stream AG Gerhard Schröder klar.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Köln (ddp.djn/sm) - Ungeachtet der Änderungen an der Trassenführung und der anhaltenden politischen Diskussionen wird die Ostseepipeline nach Einschätzung der Betreibergesellschaft Nord Stream AG ihre Zeitpläne einhalten und ab 2010 Gas nach Deutschland transportieren können. Der frühere Bundeskanzler verwies zwar auf die immer noch nicht ausgeräumten Bedenken der baltischen Staaten und vor allem von Polen. Diese bezögen sich aber weniger auf das Pipeline-Projekt, sondern mehr auf die europäischen Beziehungen zu Russland, sagte er. Zudem würden aus innenpolitischen Gründen Konflikte geschürt. Es sei zu hoffen, dass nach den anstehenden polnischen Wahlen wieder eine Versachlichung der Diskussion mit allen Ostsee-Anreinern einsetze.

Die deutsch-russische Erdgasleitung durch die Ostsee ist ein Gemeinschaftsprojekt des russischen Energiekonzerns Gazprom, der BASF-Tochter Wintershall und der E.ON Ruhrgas AG. Sie soll von der Bucht von Portovaya in der Nähe der russischen Stadt Vyborg rund 1200 Kilometer durch die Ostsee zum deutschen Anlandepunkt Lubmin bei Greifswald führen.

Laut Schröder ist die Ostseepipeline ein vorrangiges Projekt für mehr Versorgungssicherheit in Europa und damit im gesamteuropäischen Interesse. Die Leitung werde etwa 25 Prozent der im kommenden Jahrzehnt notwendigen zusätzlichen Gas-Importe nach Europa transportieren.