Zukunftsmärkte

Schott stärkt Standorte in Deutschland und Asien

Neben der Stärkung der Kerngeschäfte Haustechnik, Spezialglasröhren, Pharmaverpackungen und Komponenten für die Automobilindustrie will Schott seine Position in so genannten Zukunftsmärkten gezielt ausbauen. Dazu gehören die High-Tech-Felder Solarenergie und Dünnglas für Flachbildschirme.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Frankfurt/Main (ddp-hes/sm) - Der Mainzer Spezialglashersteller Schott kündigt für das laufende Geschäftsjahr hohe Investitionen an Standorten in Deutschland und Asien an. Der Technologiekonzern werde 220 Millionen Euro in Sachanlagen investieren, davon in Deutschland 140 Millionen in den Ausbau von Fertigungsstätten, sagte der Vorstandsvorsitzende Udo Ungeheuer am Dienstag in Frankfurt am Main.

Am Standort Mainz seien für die Jahre 2005 und 2006 Investitionen von insgesamt 135 Millionen Euro vorgesehen. Davon gingen etwa 100 Millionen Euro in den weiteren Ausbau des Hauptwerks zum Glaskeramik-Kompetenzzentrum. In Asien will Schott in Zukunft deutlich stärker präsent sein. Dort produziere eine immer größere Zahl der Kunden des Konzerns, während die Absatzbasis in Westeuropa in einigen wichtigen Branchen schwinde, sagte der Vorstandsvorsitzende.

Neben der Stärkung der Kerngeschäfte Haustechnik, Spezialglasröhren, Pharmaverpackungen und Komponenten für die Automobilindustrie will Schott seine Position in so genannten Zukunftsmärkten gezielt ausbauen. Dazu gehören laut Ungeheuer die High-Tech-Felder Solarenergie und Dünnglas für Flachbildschirme. Schott sei weltweit das einzige Unternehmen, das Produkte für alle Solartechniken, nämlich Photovoltaik, Solarthermie für Warmwasseraufbereitung und Heizungsunterstützung sowie solarthermische Kraftwerke zur zentralen Stromerzeugung, bietet, betonte der Vorstandsvorsitzende.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2003/04 (bis Ende September) ist Schott mit einem Jahresüberschuss von 16 Millionen Euro wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. Vor wenigen Tagen hatte der Konzern mitgeteilt, dass die Produktion des traditionsreichen Jenaer Glases zum Jahresende komplett eingestellt wird.