166 Tonnen

Schnell wachsendes Energieholz in Brandenburg geerntet

Rund 166 Tonnen energiereiche Robinienhölzer sind jetzt auf ehemaligen Flächen des Tagebaus Welzow-Süd bei Spremberg geerntet worden. Sie sollen zur Energiegewinnung im Biomasseheizkraftwerk Sellessen eingesetzt werden, wie der Energiekonzern Vattenfall am Montag mitteilte.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Cottbus (dapd/red) - Die schnell wachsenden Bäume waren 2006, ein Jahr nach dem offiziellen Projektstart, auf der 170 Hektar großen Fläche des Energiewaldes Welzow-Süd angepflanzt worden.

Im Heizkraftwerk Sellessen der Vattenfall Europe New Energy GmbH wird das Brennverhalten des frisch geernteten Holzschredders untersucht, wie es weiter heißt. Die Anlage wird sonst ausschließlich mit Restholz aus den Vorfeldern der Lausitzer Braunkohlentagebaue versorgt. Sie liefert den Angaben zufolge 2,57 Megawatt Strom ins Netz und bis zu 3,5 Megawatt Wärme für den neuen Spremberger Stadtteil Haidemühl.

Die Nachfrage nach Holz als Energierohstoff steige stetig, sagte Gerald Kendzia, Leiter Rekultivierung/Naturschutzmanagement bei Vattenfall in Cottbus. Dafür sollen auch Rekultivierungsflächen der Tagebaue genutzt werden. Mit dem Großversuch sollen bisherige Erkenntnisse in der Praxis überprüft und erweitert werden. Dabei geht es um Aspekte wie Baumartenwahl, Wachstum, Erntetechnik und Wirtschaftlichkeit. Partner des Projekts sind die Brandenburgische Technische Universität (BTU) Cottbus, die Landwirte GmbH Terpe-Proschim sowie die Lausitzer- und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV).