Winter reloaded

Schneemassen führen zu Stromausfällen in Frankreich

Über 60.000 Menschen sollen in Frankreich noch ohne Strom sein, vielerorts blieben Autos und sogar Fernzüge im Schnee stecken. Zwar ist Deutschland von der Wiederkehr des Winters nicht verschont, jedoch nicht so kalt erwischt worden wie unser Nachbarland. Unterdessen hat der französische Premierminister einen Krisenstab zur Bewältigung der Lage eingerichtet.

Schnee schieben© Edler von Rabenstein / Fotolia.com

Rennes (red) - Die Rückkehr des Winters hat in vielen Ländern Europas nicht nur zu teilweise chaotischen Straßenverhältnissen geführt, sondern auch zu unterbrochenen Zugverbindungen sowie zu Stromausfällen. Medienberichten zufolge sei Frankreich besonders stark betroffen, in der Bretagne und in der Normandie seien am Dienstag noch über 60.000 Menschen ohne Strom gewesen. Andere Medien schrieben sogar von 100.000 Haushalten ohne Strom.

Flugzeug rutschte von der Landebahn

Vielerorts seien Autos eingeschneit worden, die Insassen hätten über zwölf Stunden in der klirrenden Kälte ausharren müssen. Zudem werde bis mindestens Mittwoch der französische Hochgeschwindigkeitszug TGV auf manchen Linien seinen Betrieb einstellen. Auch die Strecken nach Paris und London seien betroffen, hieß es. Ebenso wie in Deutschland mussten auch in Frankreich viele Flüge gestrichen werden. Auf dem Flughafen Orly sei eine Maschine sogar von der Landebahn gerutscht - Verletzte habe es dabei nicht gegeben.

Erinnerungen an den Winter 2005

Zuletzt hatte es im vergangenen Oktober aufgrund stürmischer Winde in einigen Regionen Südwestfrankreichs Stromausfälle gegeben. Damals waren vielerorts Äste und auch ganze Bäume auf die Stromleitungen gestürzt, wodurch die Versorgung zusammenbrach. In Deutschland hatten zuletzt im November 2005 extreme Schneefälle zu großflächigen Stromausfällen im Münsterland geführt. Über mehrere Tage mussten bis zu 250.000 Menschen ohne Strom auskommen.