CSU-Umweltminister

Schnappauf wirbt für längere Laufzeiten von Kernkraftwerken

Bayerns Umweltminister Schnappauf fordert von der Bundes-SPD ein Umdenken beim geplanten Atomausstieg. Zwar sei eine Stärkung der erneuerbaren Energien notwendig, bis dahin sei aber der "klimafreundliche Kernstrom" weitaus besser als die CO2-haltige Erzeugung aus Kohle und Gas.

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München (ddp-bay/sm) - Der bayrische Umweltminister Werner Schnappauf (CSU) mahnte in einem ddp-Interview: "Die Klimaverträglichkeit muss der rote Faden der künftigen Energieversorgung sein." Die Kernenergie habe in dieser Frage einen großen Vorteil gegenüber dem CO2-haltigen Strom aus Kohle und Gas.

Schnappauf betonte, SPD und Grüne müssten "die Ernsthaftigkeit ihrer Klimaschutzpolitik hinterfragen lassen". Notwendig sei zwar eine Stärkung der erneuerbaren Energien. Bis dies im ausreichenden Maß gelungen sei, sollte aber besser auf "klimafreundlichen und sicheren Kernstrom als auf schmutzigen und kohlendioxidbelasteten Kohlestrom" gesetzt werden.

Schnappauf fügte hinzu, Klimaschutz sei "das Megathema der nächsten Jahre" und schon heute ein Schwerpunkt der Arbeit seines Ressorts. Zurückhaltend äußerte er sich zu dem Vorschlag von CSU-Generalsekretär Markus Söder, den Bereich der erneuerbaren Energien künftig im Umweltministerium anzusiedeln. Schnappauf betonte: "Ich habe mit dem derzeit zuständigen Wirtschaftsminister Erwin Huber eine so exzellente und enge Zusammenarbeit, dass sich der derzeitige Ressortzuschnitt nicht als Hindernis für eine effiziente Klimaschutzpolitik herausstellt."