Undichte Stellen

Schmelzender Schnee zeigt Energielecks am Haus auf

Energielecks am Haus lassen sich oft schon von außen erkennen. Wenn im Winter eine geschlossene Schneedecke das Dach bedeckt, ist die Wärmedämmung nach obenhin offenbar in Ordnung. Verstärkte Aufmerksamkeit hingegen verdienen Bereiche, auf denen der Schnee schneller schmilzt als auf dem Rest der Fläche.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Wuppertal (dapd/red) - Dann empfiehlt es sich, den aktuellen Zustand der Gebäudedämmung gezielt ermitteln zu lassen, um aufgrund der Analyse erforderliche Maßnahmen zur energetischen Sanierung und Beseitigung der Energielecks zu ergreifen, so der Verband Holzfaser Dämmstoffe (VHD).

"Energieschlupflöcher kosten bares Geld und begünstigen außerdem den Klimawandel. Deshalb sind Wärmebrücken, über die Heizwärme ungenutzt nach draußen strömt, besser heute als morgen zu schließen", rät VHD-Geschäftsführer Tobias Wiegand. Dies sollte der Hauseigentümer allerdings einem qualifizierten Fachbetrieb überlassen. Denn wenn Wärmebrücken nicht fachmännisch beseitigt werden, sind Folgeschäden möglich.

Wird zum Beispiel ein Außenbauteil von kalter Luft durchströmt, weil die Gebäudehülle nicht luftdicht ausgeführt wurde, kann sich Kondenswasser in den Kaltzonen der Konstruktion niederschlagen. Dies begünstigt Durchfeuchtungen, die Schimmel, Moos und Algen einen optimalen Nährboden bieten. Deshalb ist es oftmals hilfreich, zu Beginn der energetischen Sanierung einen qualifizierten Fachmann mit der Zustandsanalyse des Gebäudes zu beauftragen. Das kann zum Beispiel ein Architekt, ein Energieberater des Handwerks oder ein öffentlich bestellter Bausachverständiger sein.