Prime Standard

Schmack Biogas kündigt Börsengang an

Um Geld für den Ausbau des Stammgeschäfts und den Einstieg in den Eigenbetrieb von Anlagen zur Verfügung zu haben, will die Schwandorfer Firma Schmack Biogas als erster deutscher Anbieter von Biogasanlagen im Prime Standard an die Frankfurter Börse gehen.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Hamburg/Schwandorf (ddp-bay/sm) - Die Schwandorfer Firma Schmack Biogas will als erster deutscher Anbieter von Biogasanlagen im Prime Standard an die Frankfurter Börse gehen. Durch eine Kapitalerhöhung solle dem 1995 gegründeten Unternehmen ein mittlerer zweistelliger Millionenbetrag zufließen, sagte Firmengründer und Vorstand Ulrich Schmack der "Financial Times Deutschland" (Montagsausgabe).

"Wir stehen vor einem starken Wachstum. Wir wollen das Geld für den Ausbau des Stammgeschäftes und den Einstieg in den Eigenbetrieb von Anlagen als Energieerzeuger für Strom und Gas nutzen", sagte Schmack dem Blatt. Er sieht den großen Vorteil von Biogas im Verhältnis zu anderen erneuerbaren Energien in dessen Speicherbarkeit. Es sei daher im Gegensatz zu Windkraft und Solarenergie witterungsunabhängig. Schmack sieht laut der Zeitung eine starke Nachfrage von der Landwirtschaft und regionalen Versorgern.

2005 stieg der Umsatz des Unternehmens nach eigenen Angaben um mehr als das Doppelte auf 34 Millionen Euro. Das operative Ergebnis habe sich von einem Verlust von 500 000 Euro auf einen Gewinn von 2,8 Millionen Euro erhöht. Der Auftragsbestand liege derzeit bei mehr als 60 Millionen Euro, sagte Schmack dem Blatt. Das Unternehmen erwarte für das laufende Jahr einen weiteren Umsatzsprung.