Polizei ermittelt

Schlüssel im AKW Philippsburg verschwunden

Im Kernkraftwerk Philippsburg in Baden-Württemberg sind mehrere Schlüssel verschwunden, die Zugang zu Sicherheitsbereichen ermöglichen. Es handelt sich offensichtlich um einen Schlüsselbund mit insgesamt zwölf Schlüsseln. Ein Teil davon ermöglicht den Zugang in sicherheitsrelevante Bereiche.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Stuttgart/Philippsburg (ddp/sm) - Das baden-württembergische Landeskriminalamt (LKA) und das Landesumweltministerium in Stuttgart bestätigten am Mittwoch einen entsprechenden Bericht der "Stuttgarter Zeitung" (Mittwochausgabe). Ein LKA-Sprecher sagte, es werde gegen Unbekannt wegen des Verdachts des Diebstahls oder der Unterschlagung ermittelt.

Nach Angaben des Umweltministeriums wurde der Verlust der Schlüssel am 10. März vom Betreiberunternehmen EnBW bemerkt. Das Ministerium sei erst am 17. März darüber informiert worden und habe dann die Polizei eingeschaltet, sagte ein Ministeriumssprecher. Der Vorgang gehöre aber nicht zu den meldepflichtigen Ereignissen. Die EnBW sei inzwischen aufgefordert worden, dem Ministerium einen detaillierten Bericht vorzulegen. Dieser soll noch im Laufe der Woche eintreffen.

Den Angaben zufolge handelt es sich um einen Schlüsselbund mit insgesamt zwölf Schlüsseln. Ein Teil davon ermögliche den Zugang in sicherheitsrelevante Bereiche. Das Öffnen von Objektsicherungstüren im Reaktorbereich soll damit aber nicht möglich sein. Die Ermittlungen werden vom LKA und der Staatsanwaltschaft Karlsruhe geführt.