EEG-Änderung

Schleswig-Holstein will Vergütung für Offshore-Strom erhöhen

Schleswig-Holstein dringt auf eine Erhöhung der Vergütung für Strom aus Offshore-Windanlagen. Im September werde das Kabinett eine Bundesratsinitiative zur Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) beraten, kündigte Energiestaatssekretär Jost de Jager (CDU) am Donnerstag in Kiel an.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Kiel (ddp-nrd/sm) - Ziel ist eine Aussetzung der Degression der Vergütungssätze für on- und offshore-produzierten Strom. Gleichzeitig soll die Vergütung für Strom aus Offshore-Anlagen von derzeit 9,1 Cent je Kilowattstunde befristet bis Ende 2014 auf 12 Cent je Kilowattstunde erhöht werden. Nach dem EEG wird die Vergütung für Windstrom, der an Land produziert wird, jährlich um zwei Prozent abgesenkt. Für Anlagen auf dem Meer soll die Degression 2008 einsetzen. Dort beträgt die Vergütung derzeit 9,1 Cent.

Schleswig-Holstein soll nach dem Willen von Wirtschaftsminister Dietrich Austermann (CDU) 2020 mehr Strom durch erneuerbare Energien produzieren als es verbraucht. Bis dahin soll die Stromproduktion aus den erneuerbaren Energien - vor allem Windenergie und Biomasse - um knapp das Fünffache steigen. Derzeit wird rund ein Drittel des Stromverbrauchs der Schleswig-Holsteiner durch Windkraft gedeckt.