Gemeinsam teurer

Schleswag: Mit höheren Strompreisen in die Fusion

Die Rendsburger Schleswag AG ist für Fusion mit den Hamburger Gaswerken GmbH und der in Mecklenburg-Vorpommern tätigen Hein Gas-Tochter Hanse Gas gut gerüstet. Es entsteht einer der größten regionalen Energiedienstleister in Deutschland. Zudem gab das Unternehmen bekannt, dass die Erdgas- und die Stromkunden mit erhöhten Preisen rechnen müssen.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Die Schleswag Aktiengesellschaft in Rendsburg bereitet sich auf die Fusion mit den Hamburger Gaswerken GmbH und der in Mecklenburg-Vorpommern tätigen Hein Gas-Tochter Hanse Gas vor. "Mit der geplanten Fusion entsteht einer der größten regionalen Energiedienstleister in Deutschland", erläutert Schleswag Vorstandssprecher Helmut Lechlein. Das Versorgungsgebiet des neuen Unternehmens reicht nach der Fusion von der dänischen Grenze bis hinein nach Mecklenburg-Vorpommern und erreicht 1,5 Millionen Kunden.

Etwa 100 Millionen Euro will der Energieversorger im kommenden Jahr in Neuanschlüsse und die Erneuerung und Instandhaltung der Anlagen investieren. Mit fast 32 Millionen Euro soll ein Großteil des Geldes in das Geschäftsfeld Strom fließen. Neben Neuanschlüssen wird auch die so genannte Verkabelung, der Abbau von Überlandleitungen zugunsten einer landschafts- und kabelschonenderen unterirdischen Verlegung, vorangetrieben. An die 120 Kilometer Kabeltrassen sollen damit im nächsten Jahr unter der Erde verschwinden.

Zudem gab das Unternehmen bekannt, dass die 90 000 Erdgas- und die 700 000 Stromkunden mit erhöhten Preisen rechnen müssen. Der Erdgaspreis steigt um 0,3 Cent pro Kilowattstunde, der Strompreis um 0,85 Cent pro Kilowattstunde.