Vor Borkum

Schlechtes Wetter verzögert Bau des Windkraft-Testfelds

Schlechtes Wetter verzögert weiterhin den Bau von Deutschlands erstem Windpark auf hoher See. Die Arbeiten mussten aufgrund eines Wetterumschwungs unterbrochen werden. Für den Bau der Fundamente würden vier Tage ruhige See benötigt. Aufgrund dessen musste auch das Verlegen der Seekabel zurückgestellt werden.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Wilhelmshaven (ddp.djn/sm) - Bereits im August sollten die ersten Fundamente der Offshore-Anlagen 45 Kilometer vor der Nordseeinsel Borkum gesetzt werden, so der Sprecher des Testfelds "alpha ventus", Lutz Wiese. Mit den Vorarbeiten sei pünktlich Anfang August begonnen worden, doch dann habe es einen Wetterumschwung gegeben. Die Arbeiten mussten unterbrochen werden. Um die rund 700 Tonnen schweren und 45 Meter hohen Fundamente auf dem Meeresgrund verankern zu können, werden vier Tage mit ruhiger See benötigt. Seit Mitte August habe es diese Bedingungen auf der Nordsee nicht mehr gegeben.

In der Folge wurde nun auch das Verlegen der Seekabel zurückgestellt. Der Beginn der Innerparkverkabelung war ursprünglich für Anfang September vorgesehen, wie "alpha ventus"-Projektleiter Hendrik Bergmann sagte. Auch die Installierung der Türme, Gondeln und Rotoren verzögere sich damit. Sie sollen nun voraussichtlich erst im Frühjahr 2009 errichtet werden. Unterdessen kommen die Arbeiten an Land voran. In Wilhelmshaven werde das Fundament für das Umspannwerk gefertigt, sagte Wiese. Ab Mitte September soll es wie geplant im Windpark verankert werden. Wegen einer anderen Logistik bei der Errichtung werde dafür ein kürzeres Zeitfenster mit gutem Wetter benötigt, sagte Wiese.

"alpha ventus" ist der erste deutsche Offshore-Windpark auf hoher See. Es werden zwölf Anlagen mit einer Leistung von je fünf Megawatt küstenfern in 30 Meter Wassertiefe errichtet. Mit dem Pilotprojekt werden Erfahrungen gesammelt, die in Konstruktion, Bau und Betrieb künftiger Offshore-Anlagen einfließen sollen.