Finnischer Energiemarkt

Schlechte Wasserkraftsituation verdoppelt Strompreis

Finnlands Wasserreserven nehmen weiterhin ab, weshalb sich der Strompreis mittlerweile verdoppelt hat. Nun sind die Versorger gespannt auf den nächsten Winter.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com
Die nordische Wasserkraftsituation hat sich im ersten Quartal 2001 weiter verschlechtert. Aus diesem Grund ist der Spotmarktpreis für nordischen Strom mittlerweile doppelt so hoch wie im ersten Quartal des letzten Jahres. "Es könnte sein, dass die Periode des billigen nordischen Wasserkraftstroms vorbei ist", bilanzierte Juhani Santaholma, Präsident der finnischen Energie-Industrie Vereinigung (Finergy) auf einem Energietreffen in Mikkeli.


Die nordischen Länder hätten keine übermäßigen Erzeugungskapazitäten in einem trockenen Jahr, warnte Santaholma. Der nächste Winter sei deshalb eine der interessantesten Perioden im Hinblick auf die elektrische Versorgung. Mehr als die Hälfte der in den nordischen Ländern benötigten Elektrizität stammt aus Wasserkraft. Allerdings betragen die Wasserreserven von Finnland derzeit nur noch etwa 35 Prozent des vollen Volumens, noch vor einem Jahr waren es über 50 Prozent. Die Verluste konnten jedoch durch den Einsatz von Kohle zur Stromerzeugung ausgeglichen werden. Im ersten Quartal 2001 stieg der Stromverbrauch in Finnland um vier Prozent, insgesamt wurden 23,3 Billionen Kilowattstunden Strom verbraucht. An der Erzeugung hatte Kraft-Wärme-Kopplung einen Anteil von 38 Prozent, Atomkraft einen Anteil von 25 Prozent und Wasserkraft einen Anteil von 17 Prozent. Mehr als die Hälfte des Stroms benötigte die Industrie, davon verbrauchte die holzverarbeitende Industrie die meiste Energie.


Weitere Informationen über den finnischen Energiemarkt unter www.energia.fi.