Verkäufer schlecht informiert

Schlechte Beratung bei Kauf von Energiesparlampen

Verbraucher werden beim Kauf von Energiesparlampen einer Untersuchung zufolge schlecht beraten. Wie die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen bei Testkäufen herausfand, sind die Verkäufer selbst nur unzureichend informeirt und können oft mit den Angaben auf der Packung von Energiesparlampen nichts anfangen.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (afp/red) - Demnach wusste nur ein Viertel aller Verkäufer, dass die Lumen-Angabe auf der Verpackung die Helligkeit der Lampe bestimmt. Ein Drittel habe zudem nicht gewusst, dass die quecksilberhaltigen Lampen im Sondermüll entsorgt werden müssen.

Viele Energiesparlampen verbrauchen weniger als ein Fünftel des Stroms, den vergleichbar helle Glühbirnen benötigen. Dass deshalb eine 100-Watt Glühbirne durch eine 20-Watt Energiesparlampe ersetzt werden kann, wussten laut Verbraucherzentrale NRW allerdings nur zwei Drittel aller Verkäufer. Vor allem Mitarbeiter in Drogeriemärkten könnten dem Verbraucher bei der Orientierung im "unübersichtlichen Angebot vielfältiger Beleuchtungsalternativen" kaum helfen. Hier hätten über neunzig Prozent die benötigte Wattzahl nicht nennen können.

Gute Beratung in Fachgeschäften

Besser schnitten Verkäufer in Lampenfachgeschäften ab. 86 Prozent wussten die korrekte Watt-Antwort, zudem empfahlen bis auf ein Geschäft alle den richtigen Entsorgungsweg. Allerdings wusste auch knapp ein Drittel von ihnen nicht, was die Lumen-Angabe auf der Verpackung bedeutet.

Die Verbraucherzentrale prüfte 222 Geschäfte in 34 Städten, darunter Baumärkte, Drogeriemärkte und Lampenfachgeschäfte. Ab 1. September verschwinden nach einer EU-Vorgabe zuerst die 100-Watt-Glühbirnen und die matten Modelle aus den Läden. Anschließend sollen auch schwächere Glühbirnen vom Markt genommen und durch umweltfreundlichere Produkte ersetzt werden.