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AtommülltransportAtommüll aus Geesthacht und der Schweiz wird derzeit in die USA verschifft. Das Schiff mit der radioaktiven Ladung legte in Bremerhaven ab. Umweltschützer sehen in dem Transport Gefahr für Anwohner und Verkehrsteilnehmer.
Bremerhaven (ddp/red) - Atommüll aus Geesthacht und der Schweiz ist in Bremerhaven verschifft worden. Gegen sechs Uhr am Morgen kamen am Dienstag drei Lastwagen mit Brennelementen aus Forschungszentren im Hafen an. Knapp vier Stunden später lief ein, mit dem radioaktiven Material beladenes Schiff bereits aus, dies teilte der Sprecher des Hafensenators, Holger Bruns, mit.
(Foto / Abb.: tiero / Fotolia.com)
Ziel der Reise sollen wohl die USA sein. Der Transport sei vom Bundesamt für Strahlenschutz genehmigt und das Land Bremen darüber, 48 Stunden zuvor, vorschriftsgemäß informiert worden sein. Einwirkungsmöglichkeiten habe es nicht gegeben. Umweltschützer und Die Linke kritisieren den Transport: Anwohner und Verkehrsteilnehmer seien dadurch Gefahren ausgesetzt. Tobias Darge vom Jugendumweltnetzwerk sagte: "Im Wendland werden 10 000 Polizisten beim Castor-Transport eingesetzt, aber hier fährt hoch radioaktiver Atommüll Hunderte Kilometer ungeschützt durch die Lande."
Der Sprecher des Hafensenators sagte hingegen, der Atomtransport sei nur einer von vielen. Im Jahr 2008 zum Beispiel hätten über 80 Schiffe mit Kernbrennstoffen Bremerhaven verlassen. Der Senat und die Bürgerschaft hatten in diesem Jahr beschlossen, dass Atomtransporte durch das Land Bremen möglichst verhindert werden sollen. Dies habe sich auf solche mit erheblichen Sicherheitsbedenken bezogen, sagte Senatssprecher Hermann Kleen. Ein solch problematischer Transport wird nach Angaben von Bruns im nächsten Jahr anstehen. Der Energiekonzern E.ON hat angekündigt, 16 angereicherte Brennelemente aus dem britischen Sellafield zum Kraftwerk Grohnde an der Weser zwischen Hameln und Bodenwerder bringen zu lassen.
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