Sicherheitsanforderungen

Schärfere Kriterien für Atommüllendlager festgelegt

Das Bundesumweltministerium hat neue, strengere Sicherheitsregeln für Endlager für hochradioaktiven Atommüll festgelegt. Zugleich drängte Ressortchef Gabriel erneut auf eine ergebnisoffene und transparente Standortsuche für ein solches Endlager statt einer Vorfestlegung auf den Salzstock Gorleben.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Berlin (afp/red) - Die neuen Sicherheitsanforderungen legen fest, dass für die Dauer von einer Million Jahren gezeigt werden muss, dass allenfalls geringe, definierte Schadstoffmengen aus einem künftigen Endlager freigesetzt werden könnten. Zudem müsse das Verfahren kontinuierlich optimiert und regelmäßigen Sicherheitsüberprüfungen unterworfen werden.

Schließlich soll zumindest während des Einlagerungsprozesses die Rückholbarkeit des Atommülls sichergestellt werden. Dies war bei dem von Wassereinbrüchen betroffenen Lager Asse für mittel- und schwachradioaktiven Müll nicht beachtet worden.

Bei Endlager nicht auf Gorleben festlegen

Außerdem präsentierte Gabriel Eckpunkte für die Suche nach einem Endlagerstandort. "Wir brauchen nicht irgendeinen Standort, sondern den am besten geeigneten", forderte Gabriel und erteilte einer Vorfestlegung zugunsten des niedersächsischen Standorts Gorleben eine Absage.

Der Standort im niedersächsischen Wendland sei genauso wenig von einer Überprüfung ausgeschlossen wie alle anderen. Zuständig für die Endlagersuche solle das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) sein, forderte Gabriel. Ambitionen der Privatwirtschaft erteilte er damit eine Absage.