Biozid im Kühlwasser

Schadstoffe aus Schweizer AKW erreichen NRW

Eine Schadstoffwelle aus der Schweiz hat an diesem Wochenende den Rhein in NRW erreicht. Eine akute Gefährdung des Trinkwassers und der sicheren Wasserversorgung bestehe derzeit nicht, teilte das Düsseldorfer Umweltministerium am Samstag mit.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (dapd-nrw/red) - Nach einer offiziellen Rheininformation an die Anliegerländer wurden Ende Juni im Kernkraftwerk Leibstadt in der Schweiz zur Bekämpfung von Legionellen im Kühlwasserkreislauf rund 2,8 Tonnen der biologisch hochwirksamen Chemikalie THPS eingesetzt. Mit dem Kühlwasser ist das Biozid möglicherweise in den Rhein gelangt.

Keine Gefahr fürs Trinkwasser

Die Wasserwerke am Rhein hätten "deshalb aus Vorsorgegründen verschiedene Sicherungsmaßnahmen ergriffen". Einige Wasserwerke verzichten laut Ministerium derzeit auf die Gewinnung von Uferfiltratwasser des Rheins, in anderen Wasserwerken wird der Stoff durch ein Ozonisierungsverfahren abgebaut. Eine Gefahr für die Trinkwasserqualität bestehe demnach nicht.