Neuregelung

Schadstoffarm heizen mit Kamin- und Kachelöfen

Ob es die romantische Stimmung ist oder die Heizkosten-Ersparnis: Kaminöfen werden immer beliebter. Der Raum wird schnell warm, ohne dass man die Heizung anwerfen muss, und Holz verbrennt CO2-neutral. Grundsätzlich lässt sich in alle Häuser nachträglich ein Kamin einbauen. Doch es gibt einiges zu beachten.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Dessau-Roßlau (red) - Im März 2010 wurden neue gesetzliche Regelungen erlassen, die den Schadstoffausstoß von Kaminöfen begrenzen sollen. Ein geringerer Schadstoffausstoß ist nicht nur gut fürs Klima, sondern auch für die Gesundheit.

Feuchtes Holz bedeutet mehr Schadstoffe

Für den schadstoffarmen Betrieb darf beispielsweise nur trockenes, naturbelassenes Holz verwendet werden. Feuchtes Holz heizt nicht nur schlechter, sondern sondert auch mehr Schadstoffe ab. Außer der Art des Brennstoffs ist auch die Menge und der Anheizvorgang selbst sowie die richtige Regelung der Luftzufuhr wichtig für einen schadstoffarmen Betrieb. Für Heizkessel, die ganze Wohnungen oder Häuser beheizen, gelten neue Grenzwerte, die der Schornsteinfeger regelmäßig prüft. Wichtig: Kauft man einen älteren Holzofen, gelten bei einer Neuinstallation die gleichen Bestimmungen.

Den Schornsteinfeger um Rat fragen

In Energiesparhäusern dürfen nur bestimmte Kaminöfen eingebaut werden, die einen externen Luftanschluss haben. Nach einer energetischen Sanierung gilt das gleiche für Altbauten. Kauft man einen Kaminofen, sollte man sich eine Bescheinigung über die Einhaltung der Anforderungen geben lassen, denn diese muss dem Schornsteinfeger vorgelegt werden. Zum Teil sind zusätzliche Umbaumaßnahmen erforderlich, um die Abführung des Abgases zu ermöglichen. Da der Schornsteinfeger ohnehin die Installation des Kaminofens abnehmen muss, bietet es sich an, ihn gleich zu Anfang in die Planung mit einzubeziehen. Er kann als Fachmann hilfreiche Tipps geben und beraten, beispielsweise was die Größe und Heizleistung angeht. Ebenfalls beachtet werden müssen Brandschutzaspekte.

Kostenlose Broschüre zum Thema

Das Umweltbundesamt gibt eine aktualisierte Broschüre zum Thema "Heizen mit Holz" heraus. Sie informiert über die neuen Regeln und gibt Tipps zum schadstoffarmen Betrieb von Holzöfen. Die kostenlose Broschüre kann beim Umweltbundesamt telefonisch bestellt oder auf der Internetseite heruntergeladen werden.