Atommülllager

Schacht Konrad soll gegen Demonstranten geschützt werden

Die CDU-geführte Landesregierung von Niedersachsen lässt offenbar das Atommüllendlager Schacht Konrad gegen mögliche Proteste aufrüsten. Innenminister Uwe Schünemann (CDU) besteht einem Medienbericht zufolge auf die Installation eines Schutzzaunes.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Hamburg (ddp/red) - Die Umzäunung für das Atommülllager Schacht Konrad solle nicht überwindbar sein und über einen sogenannten Zwillendurchschussschutz verfügen, berichtet "Der Spiegel". Damit solle verhindert werden, dass Wurfgeschosse von Atomkraftgegnern Personal oder Polizisten auf dem Gelände der Anlage verletzen könnten.

Das Bundesamt für Strahlenschutz warnt dem Bericht zufolge vor einer neuen "Festungsanlage", die eine feindselige Stimmung erzeugen könnte. Der Schutz vor Eindringlingen sei auch ohne martialische Maßnahmen zu gewährleisten. Schünemann verwies laut "Spiegel" darauf, dass der Zaun bereits Teil des 2002 abgeschlossenen Planfeststellungsverfahrens gewesen sei. Am Schacht Konrad hat es bislang keine gewalttätigen Proteste gegeben, wie sie an anderen Atom-Standorten vorgekommen sind.

Das Endlager Konrad soll 2014 für die Einlagerung bereit sein und wird Platz für rund 300.000 Kubikmeter schwach- und mittelradioaktiven Abfall bieten.