Jubiläum I

Sauberes Jubiläum: Zehn Jahre Kraftwerk Wählitz

Am 25. August 1994 ging das Industriekraftwerk Wählitz bei Hohenmölsen im Landkreis Weißenfels mit einer Feuerungswärmeleistung von 119 Megawatt ans Netz. Es war das erste Kraftwerk in Ostdeutschland, das auf Basis der Kraft-Wärme-Kopplung mit einem Wirbelschichtkessel betrieben wurde.

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Theißen/Wählitz (red) - "Das Kraftwerk soll weiter gut gedeihen - wie dieses Bäumchen." Mit diesem Wunsch pflanzten die drei Mibrag-Geschäftsführer Bruce P. De Marcus, Heiner Krieg und Heinz Junge in der vergangenen Woche symbolisch auf dem Gelände des Mibrag-Kraftwerks einen Baum. Anlass war das zehnjährige Jubiläum des Industriekraftwerks Wählitz.

Am 25. August 1994 ging nach einer nur zweijährigen Bauzeit das Industriekraftwerk Wählitz bei Hohenmölsen im Landkreis Weißenfels mit einer Feuerungswärmeleistung von 119 Megawatt ans Netz. Das erste Kraftwerk in Ostdeutschland, das damals auf Basis der Kraft-Wärme-Kopplung mit einem Wirbelschichtkessel betrieben wurde, ersetzte die 70 Jahre alte Kraftwerksanlage auf dem Gelände der ehemaligen Brikettfabrik Wählitz.

Die Gesamtkosten der ersten großen Investition der Mibrag beliefen sich auf fast 113 Millionen Euro. Bis heute hat das mit modernster Umwelttechnik ausgerüstete Industriekraftwerk Wählitz, das mit einem Wirkungsgrad von 43 Prozent arbeitet, mehr als 80 710 Betriebsstunden geleistet. Das entspricht einer jährlichen Auslastung von mehr als 8000 Betriebsstunden. Insgesamt wurden in den zehn Jahren über 2,5 Millionen Megawattstunden Strom und fast 29 Millionen Giga-Joule Wärme erzeugt.

"Das neue Kraftwerk war für uns ein richtiger Segen", beschreibt der Bürgermeister von Hohenmölsen, Hans Dieter von Fintel. Vor zehn Jahren sei in seiner 10 000 Einwohner zählenden Stadt, die nur zwei Kilometer von Wählitz entfernt liegt, im Winter noch schwarzer Schnee vom Himmel gefallen. Heute vergleicht er Hohenmölsen gern mit einem Luftkurort. Inzwischen sind fast alle Haushalte, das Gewerbegebiet, das Krankenhaus, die fünf Schulen und die Bundeswehr-Kaserne an die Fernwärmeversorgung aus dem Industriekraftwerk Wählitz angeschlossen.