Abgelehnt

Sarkozy: Schließung von Fessenheim wäre Skandal

Der Trinationale Atomschutzverband TRAS hat Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy aufgefordert, das elsässische Atomkraftwerk Fessenheim sofort zu schließen. Das dortige Zwischenlager für radioaktive Brennstäbe biete nicht einmal Schutz vor Angriffen mit leichten Raketenwaffen. Bei einem Angriff drohe die Kontaminierung einer ganzen Region.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Fessenheim (dapd/red) - Dies schreibt der Verband anlässlich des Besuchs des französischen Präsidenten in Fessenheim am Donnerstag. Mehr als 160 öffentliche Körperschaften aus Frankreich, Deutschland und der Schweiz unterstützen die TRAS-Forderung nach einer Schließung des AKW, das zudem in einem Erdbebengebiet steht.

Sarkozy lehnt Schließung von Fessenheim ab

Sarkozy sprach sich bei dem Besuch des Atomkraftwerks deutlich gegen eine Schließung des Standorts aus. Die Anlage stillzulegen und ihre Angestellten zu entlassen wäre nicht nur ein großer Fehler, sondern ein "Skandal", sagte Sarkozy. Bezüglich der Sicherheit des Kraftwerks bestünden keine Bedenken. Das im Jahr 1978 in Betrieb genommene Atomkraftwerk ist das älteste des Landes, der Streit um eine Stilllegung ist zunehmend zum Symbol für den Widerstand gegen die französische Atompolitik geworden. Auch in grenznahen Gebieten in Deutschland und der Schweiz wächst der Protest gegen die Anlage.