Akzeptanz der Kernenergie erhöhen

Sander schlägt günstigen Atom-Stromtarif vor

Im Rahmen der Debatte um die längere Nutzung der Kernenergie in Deutschland brachte Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) einen gesonderten Tarif für Atomstrom ins Gespräch. Das Bundesumweltministerium entgegnet jedoch, dass sich langfristig der Umsteig auf erneuerbare Energien auszahlt.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp/red) - "Ein günstiger Kernkraft-Tarif wäre ein interessanter Weg, um die Akzeptanz der Atomenergie zu erhöhen", sagte Sander. In der Marktwirtschaft sei es üblich, dass man preiswerter anbiete, wenn man günstiger produziere. Weil die deutschen Atomkraftwerke bereits vollständig abgeschrieben sind, fallen dort bei der Stromgewinnung nur noch geringe Kosten an.

Der parlamentarische Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Michael Müller (SPD), warnte vor Debatten über Strompreise. "Ich bin überzeugt, dass sich nach einer Umstiegsphase unser Einsatz für erneuerbare Energien auszahlt und Deutschland billiger ist als vergleichbare Länder", sagte er. Es müsse zu denken geben, dass die Länder mit dem höchsten Kernenergieanteil - Bayern und Baden-Württemberg - die höchsten Strompreise hätten.