Endlager

Salzabbau-Sperre für Gorleben wurde verlängert

Für den ehemaligen Salzstock Gorleben wurde die sogenannte Veränderungssperre verlängert. Damit darf dort kein Salz abgebaut werden und der Standort bleibt bei der Endlagersuche im Rennen. Ein neues Gesetz soll künftig auch andere potentielle Endlager schützen.

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Berlin (dpa/red) - Damit ein Atommüll-Endlager im umstrittenen Salzstock Gorleben möglich bleibt, darf auch weiterhin dort kein Salz abgebaut werden. Die Verlängerung der sogenannten Veränderungssperre bis 31. März 2017 wurde am Freitag vom Bundesrat gebilligt.

Förder-Verbot auch für andere mögliche Endlager

"Das ist keine Vorfestlegung auf Gorleben", sagte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD). Deshalb soll laut Hendricks auch einem Länderwunsch Rechnung getragen werden, der eine Rohstoffförder-Einschränkung auch für andere Regionen vorsieht, die im Zuge der ab 2016/2017 geplanten bundesweiten Suche in Betracht kommen könnten. Der Bund wolle dies sicherstellen. "Deshalb werden wir zügig gesetzliche Regelungen vorlegen, die eine frühzeitige Sicherung von Standortregionen oder Planungsgebieten für potenzielle Endlagerstandorte ermöglichen."

Quelle: DPA