Strom- und Gasnetze

Sächsische Versorger gründen Kommunale Netzgesellschaft

Sechs pfälzische Versorgungsunternehmen haben auf Grund von Anforderungen aus dem Energiewirtschaftsgesetz und der daraus resultierenden Liberalisierung der Energiemärkte die "Kommunale Netzgesellschaft Südwest mbH" (KNS) gegründet. Die Gesellschaft wird die Strom- und Gasnetze der Anteilseigner betreiben.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Kaiserslautern (red) - Gründer der neuen Gesellschaft sind die Technischen Werke Ludwigshafen (TWL), die Technischen Werke Kaiserslautern (TWK), die Stadtwerke Kusel, die Stadtwerke Ramstein-Miesenbach, die Gemeindewerke Münchweiler a.d. Rodalb sowie die Gemeindewerke Hütschenhausen. Mit weiteren Werken in der Region, die Interesse an einer Zusammenarbeit oder Kooperation haben, sei man im Gespräch.

Zum Betrieb der Strom- und Gasnetze der Anteilseigner übernehme die neue Gesellschaft das Regulierungsmanagement gegenüber den Behörden, die Netzentgeltberechnungen und -beantragungen, die strategische Netzplanung, die kostenoptimale Netzbewirtschaftung sowie das Assetmanagement. Darüber hinaus sichere die KNS den gesetzlich vorgeschriebenen Zugang aller Händler und Lieferanten zum Verteilernetz.

Die KNS wird als reine Betriebsgesellschaft agieren, die einzelnen Werke bleiben Eigentümer ihrer Netze und der Konzessionen. Die Gesellschaft pachtet diese von den jeweiligen Werken und entrichtet hierfür einen Pachtzins. Die technischen und kaufmännischen Dienstleistungen für die KNS erbringen wiederum die einzelnen Versorgungsunternehmen, das heißt, dass der Kundenservice, die Wartung und Instandhaltung der Netze vor Ort bleiben. Das Verhältnis zu den verschiedensten Strom- und Gaslieferanten nimmt die KNS war. Ferner sieht sich die KNS auch in der Lage Netze anderer Sparten zu bewirtschaften.

Hintergrund für die Gründung der neuen Gesellschaft ist die Forderung der Regulierungsbehörde, den Netzbetrieb von den übrigen Unternehmensaktivitäten zu trennen, wobei auf Grund der Größe der beteiligten Unternehmen eine gesellschaftsrechtliche Trennung nicht zwingend notwendig sei.