Auch bei Regionalversorgern

Sächsische Landesregulierungsbehörde senkt Netzentgelte

Die sächsische Landesregulierungsbehörde senkt auch die Netznutzungsentgelte der sächsischen Stadtwerke, die weniger als 100 000 Kunden beliefern. Die Kosten für die Durchleitung von Strom müssten im Durchschnitt um rund sechs Prozent verringert werden, sagte Wirtschaftsminister Thomas Jurk (SPD).

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Dresden (ddp-lsc/sm) - Bisher sei diese Senkung, die ab 1. Juli gelte, bei 22 Unternehmen von insgesamt 30 Netzbetreibern im Freistaat erzielt, führte er aus. Mit der Senkung könnte sich eine Reduzierung der Strompreise um etwa zwei Prozent ergeben.

Laut Regulierungsbehörde wurden die Preise vorerst bis 31. Dezember genehmigt und könnten noch weiter gesenkt werden. Auch die Entgelte für die Messung und Abrechnung, die besonders für Industriekunden von Bedeutung seien, müssten um rund acht Prozent gekürzt werden. Die Preisgenehmigungen beziehen sich den Angaben zufolge auf die Grundversorgung im Niedrigspannungsbereich.

Mit Inkrafttreten des Energiewirtschaftsgesetzes im Juli 2005 zur Trennung von Energieherstellung und Netzbetrieb hatten die sächsischen Betreiber die Möglichkeit, ihre Anträge zur Überprüfung der Entgelte bei der Regulierungsbehörde einzureichen. Die Landesregulierungsbehörde ist zuständig für die Netze der sächsischen Stadtwerke zum Verbraucher, die weniger als 100 000 Kunden beliefern. Die größeren Anbieter werden von der Bundesnetzagentur überprüft.