Richtig heizen

Sachsens Verbraucherschützer raten: Völliges Auskühlen vermeiden

Um böse Überraschungen bei der jährlichen Energieabrechnung zu vermeiden, sollten Verbraucher schon im Vorfeld "richtig" heizen. Die Verbraucherzentrale Sachsen beispielsweise hat dazu einige Tipps zusammengestellt. Darunter auch der Klassiker: Dauerlüften mit ständig angekipptem Fenster. Statt dessen sei es besser, Fenster und Türen weit zu öffnen und kurz, aber intensiv zu lüften.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Im letzten Winter hatten die deutschen Verbraucher zum großen Teil wirklich sparsam geheizt und mussten bei der Jahresabrechnung doch erheblich nachzahlen. "Zwar können die gestiegenen Kosten aus höheren Preisen für Öl, Gas oder Fernwärme resultieren", sagt Roland Pause, Energieexperte der Verbraucherzentrale Sachsen, "aber auch aus falschem Verhalten beim Heizen und Lüften." Wer in diesem Jahr keine böse Überraschung erleben will, sollte die Tipps der Verbraucherzentrale beherzigen.

Wer mehr als einen Tag verreist ist, sollte die Heizung um einige Grad herunter drehen. Schon eine um ein Grad geringere Raumtemperatur spart sechs Prozent Energie. "Ein völliges Auskühlen der Wohnung sollte aber verhindert werden, weil dann der Aufwand für das Erwärmen der Räume um so größer ist", rät der Experte. Bei selten genutzten Räumen reicht eine Temperatur zwischen zwölf und 16 Grad. Jedoch sind hier die Türen zu den wärmeren Räumen geschlossen zu halten, da sonst die eindringende wärmere Luft Wasser kondensiert und Schimmel entstehen kann.

Dauerlüften mit ständig angekipptem Fenster ist Verschwendung. Statt dessen ist es besser, Fenster und Türen weit zu öffnen und kurz, aber intensiv zu lüften. Nach fünf bis zehn Minuten ist die verbrauchte, feuchte Raumluft durch trockene Frischluft ersetzt. Der Vorteil dieser Stoßlüftung ist, dass mit der verbrauchten Luft nur die darin enthaltene Wärme entweicht, während die in den Wänden und Einrichtungsgegenständen gespeicherten, viel größeren Wärmemengen im Raum bleiben. Um zu sparen, sollten während des Lüftens auch die Thermostatventile zugedreht werden. Danach sei eine mittlere Stellung, je nach Bedienanleitung, am effektivsten.

Über eine Nachtabsenkung der Raumtemperatur wird unter Fachleuten immer wieder diskutiert. "Bei gut gedämmten Räumen ist sie kaum nötig", meint Roland Pause. "Bei weniger gut gedämmten und längere Zeit nicht genutzten Räumen, kann sie allerdings Energie sparen helfen."