Kein kleinräumiger Aktionismus

Sachsen: Wöller warnt vor Panikmache bei Klimawandel

Sachsens Umweltminister Roland Wöller (CDU) warnt beim Thema Klimawandel vor einer Panikmache. Sachsen müsse sich mit seiner Klimaschutzpolitik "nicht verstecken", sagte Wöller im Landtag und verwies darauf, dass das Land bereits zahlreiche Maßnahmen ergriffen habe.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Dresden (ddp-lsc/sm) - Sachsen habe als erstes Bundesland ein eigenes regionales Klimamodell entwickelt. Wöller fügte hinzu, der Klimawandel sei ein weltweites Problem. Darum sei auch ein weltweites Gesamtkonzept nötig. "Kleinräumige Betrachtungsweisen mit viel Aktionismus und einzelnen isolierten Vorschlägen helfen nicht weiter."

Mit Blick auf die Debatte um CO2-Emissionen und die Braunkohlenutzung sprach sich Wöller dafür aus, "besser Energie aus einem modernen und umweltfreundlichen Kraftwerk ans Netz zu bringen als Strom aus veralteten Kraftwerken zu importieren". Klimaschutz könne nur erfolgreich sein, wenn Ökonomie und Ökologie zusammenwirkten, sagte Wöller.

Die Grünen hatten eine Risikoanalyse der Folgen des Klimawandels gefordert. Nach ihren Schätzungen liegen die Gesamtkosten für den Freistaat im zweistelligen Milliardenbereich. Grünen-Fraktionsvorsitzende Antje Hermenau sagte, besonders die Lausitz sei betroffen und werde sich in den kommenden Jahrzehnten zu einer Steppe entwickeln. "Neue Tagebaue zu erschließen, wäre der ökologische Wahnsinn."