Mit 500 000 Euro

Sachsen will Nutzung von Erdwärme verstärken

Der sächsische Umweltminister Stanislaw Tillich (CDU) will die Nutzung von Erdwärme in seinem Bundesland ausbauen. Daher gab er heute grünes Licht für zwölf neue Modellprojekte zur oberflächennahen Erdwärmenutzung. Die Projektinitiatoren hatten sich an einer Ausschreibung beteiligt.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Dresden (ddp-lsc/sm) - "Der Geothermie gehört die Zukunft", betonte Tillich. "Es ist unsere Aufgabe, auch für unsere Enkel und Urenkel eine zuverlässige Energieversorgung zu sichern - und gleichzeitig den Umwelt- und Klimaschutz voranzubringen", fügte er hinzu.

Die Projekte waren aus über 100 Einsendungen ausgesucht worden, die sich im Herbst auf die Ausschreibung des Landesamtes für Umwelt und Geologie (LfUG) beworben hatten. Insgesamt stehen 500 000 Euro Fördergelder dafür bereit.

Die Nutzung der Erdwärme stecke im Vergleich zur Energiegewinnung aus Wind, Sonne und Wasser noch in den Kinderschuhen. Sachsen habe diesen Trend erkannt und verschiedene Projekte aufgelegt. So seien etwa die Potenziale von Grubenwasserwärme erfasst und bewertet worden. Erste Ergebnisse zeigten, dass Sachsen erhebliche Ressourcen in diesem Feld aufweise. Ziel sei nun, Kommunen und Investoren zu gewinnen, um an diesen Standorten konkrete Machbarkeitsstudien durchzuführen. Außerdem soll das LfUG in diesem Jahr einen Leitfaden zur Nutzung von oberflächennaher Erdwärme erarbeiten.