200 Aufnahmen

Sachsen will mit Fotos Heizkosten sparen

Den Freistaat drücken angesichts der angespannten Haushaltslage die Heizkosten. Diese will man jetzt herunterschrauben - indem man zunächst versucht, das Übel an Wurzel zu packen: Mit wärmeempfindlichen Kameras fotografieren Experten staatseigene Gebäude, um schwache Isolierungsstellen auffinden.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Dresden (ddp-lsc/sm). Angesichts der angespannten Haushaltslage will der Freistaat Sachsen mit innovativen Methoden seine Heizkosten drücken. Staatseigene Gebäude wie das Dresdner Schloss, die Semperoper und der Zwinger wurden hierzu von Experten mit wärmeempfindlichen Kameras fotografiert, wie der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement am Montag in Dresden mitteilte. Knapp 200 Innen- und Außenaufnahmen entstanden, die den Experten jene Schwachstellen etwa an Fenstern, Türen und im Mauerwerk aufzeigen sollen, durch die teure Energie ungenutzt in die Kälte entweicht.

Zum Wohle des Staatshaushalts lichteten die Wärmefotografen auch die Dienstgebäude der Naturhistorischen Sammlungen sowie das Landesamt für Archäologie, die Westsächsische Hochschule Zwickau und das Polizeirevier Schwarzenberg ab. Zudem prüften sie mit der thermografischen Methode die Fußbodenheizung und die Vitrinenklimatisierung im Neuen Grünen Gewölbe, das in den vergangenen Jahren für mehrere Millionen Euro mit moderner Technik ausgestattet worden war.