Vorreiter

Sachsen verdreifacht Umsatz bei erneuerbaren Energien

Der Umsatz der Unternehmen im Bereich erneuerbarer Energien hat sich seit 2002 im Freistaat verdreifacht. Im vergangenen Jahr wurden rund 1,2 Milliarden Euro erwirtschaftet, sagte Umweltminister Stanislaw Tillich (CDU) am Donnerstag in Dresden.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Dresden (ddp-lsc) - 2002 habe der Umsatz noch bei 421 Millionen Euro gelegen. Damit sei dieser Sektor die wachstumsstärkste Branche im Freistaat, fügte der Minister hinzu. Insgesamt würden etwa 10,5 Prozent des Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energien gedeckt. Der Bundesdurchschnitt liege bei 10,2 Prozent.

Hierbei soll vor allem der Bereich der Windkraftanlagen weiter ausgebaut werden. Allerdings betonte Tillich, dass durch die geringe Akzeptanz dieser Anlagen mehr auf Umrüstung der bestehenden Anlagen anstatt auf Neubau gesetzt werde. An zweiter Stelle stünden weiterhin Investitionen in Biogasanlagen.

Neben dem finanziellen Aufschwung sei auch die Zahl der Arbeitsplätze im Sektor erneuerbare Energien gestiegen. Habe es vor vier Jahren noch etwa 1650 Beschäftigte gegeben, seien es im vergangenen Jahr rund 4250 gewesen.

Seine Vorreiterrolle wolle Sachsen auch beim sparsamen Umgang mit Energien fortsetzen. Dazu soll Anfang 2007 das Energiekompetenzzentrum seine Arbeit mit 10 bis 15 Mitarbeitern aufnehmen, erklärte Tillich. Zu dessen Aufgaben gehörten eine kostenfreie Energieberatung, die Etablierung von Niedrigenergiehäusern sowie die Weiterführung des Energiepasses für Wohnhäuser. Bisher haben nach Ministeriumsangaben etwa 15 000 Häuser in Sachsen ihren Energieeffizienz überprüfen lassen.