Förderung

Sachsen plant bis 2010 sechs Mal mehr Strom aus Biomasse

Sachsen will die Erzeugung von Strom aus Biomasse vorantreiben und fördert die Errichtung und die Umrüstung von Heizwerken, -anlagen und -kraftwerken mit bis zu 75 Prozent. Die Zahl der Biogasanlagen im Freistaat hat sich den Angaben zufolge seit 1999 auf 44 vervierfacht.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Freiberg (ddp-lsc/sm) - Sachsen plant bei den erneuerbaren Energien in Zukunft eine verstärkte Nutzung von Biomasse. Der Freistaat wolle die Gewinnung von Strom und Wärme aus diesem Bereich bis 2010 auf rund 3100 Gigawattstunden versechsfachen, sagte Umweltminister Steffen Flath (CDU) am Donnerstag in Freiberg auf einer Tagung zur Energiegewinnung aus nachwachsenden Rohstoffen.

Flath fügte hinzu, um diese Entwicklung voranzutreiben, unterstütze Sachsen einen Biomassenverbund. Auf diese Weise würden die Errichtung und die Umrüstung von Heizwerken, -anlagen und -kraftwerken mit bis zu 75 Prozent gefördert.

Flath betonte, Biomasse sei der alternative Energieträger der Zukunft. Weder Wind- noch Solarkraft verfügten kurz- und mittelfristig über ein vergleichbares Potenzial. In den kommenden Jahren wird nach Flaths Einschätzung neben Raps insbesondere Getreide, Mais, Futterpflanzen und Grünlandschnitt zur Energiegewinnung herangezogen. Holz werde ferner für die Produktion synthetischer Kraftstoffe an Bedeutung gewinnen. Die Zahl der Biogasanlagen im Freistaat hat sich den Angaben zufolge seit 1999 auf 44 vervierfacht.

Insgesamt werden in Sachsen aktuell etwa 1600 Gigawattstunden Strom und Wärme beziehungsweise ein Anteil von 1,7 Prozent am Endenergieverbrauch aus erneuerbaren Energieträgern gewonnen. Bis 2010 soll diese Menge gemäß sächsischem Klimaschutzprogramm auf insgesamt 4600 Gigawattstunden steigen.