Landesenergiekonzept

Sachsen-Anhalt will Land der Regenerativen bleiben

Sachsen-Anhalt will den Anteil erneuerbarer Energien an der Energieerzeugung bis 2020 auf mehr als 20 Prozent erhöhen. Gegenwärtig liegt er bei etwa sieben Prozent. Das geht aus dem vom Kabinett beschlossenen Landesenergiekonzept hervor. Man wolle die deutschen Umweltziele landesbezogen erfüllen.

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Magdeburg (ddp-lsa/sm) - "Bereits jetzt nimmt Sachsen-Anhalt auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien eine Spitzenposition ein", sagte Wirtschaftsminister Rainer Haseloff (CDU).

Die Energiepolitik der Landesregierung sei darauf gerichtet, die Auswirkungen der Preisrisiken, aber auch der Förderrisiken in den internationalen Energiemärkten für das Land zu minimieren. Die Energieeffizienz solle gesteigert und die erneuerbaren Energien weiter ausgebaut werden. Außerdem solle die Braunkohle in klimaschonenden Kraftwerken zur Energiegewinnung genutzt werden. Haseloff betonte, dass die Landesregierung den Aufschluss eines neuen Tagebaugebietes in der Egelner Mulde bei Magdeburg aus heutiger Sicht als unangebracht einschätze.

Windenergie soll nur in ausgewiesenen Gebieten weiter erzeugt werden. Die Biomassenutzung biete erhebliche Chancen für den ländlichen Raum. Photovoltaik werde zunehmend genutzt, wenn die Anlagen kostengünstiger hergestellt werden können. "Wir sind das Bundesland der regenerativen Energien, und so wird es auch bleiben", sagte der Minister. Das Land setze aber insgesamt auf einen Energiemix mit einem ausreichenden Anteil konventioneller Energien. Es strebe ein Wirtschaftswachstum an, ohne die Klimabilanz langfristig zu verschlechtern.