Ursachen und Folgen des Klimawandels

Sachsen-Anhalt will Klimadatenbank einrichten

Sachsen-Anhalt will bis Ende Juni eine regionale Klimadatenbank einrichten. Das Land werde sich sowohl auf die Ursachen als auch auf die Folgen des Klimawandels konzentrieren. Der Ausstoß klimaschädlicher Gase müsse vermindert und Anpassungsstrategien an ein geändertes Klima entwickelt werden.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Magdeburg (ddp-lsa/sm) - Das Landesamt für Umweltschutz werte die umfangreichen Klimadaten aus, die das Umweltbundesamt des Ländern zur Verfügung gestellt habe, sagte Umweltministerin Petra Wernicke (CDU) am Dienstag in Magdeburg. Weiter sagte sie, dass künftig Kabinettvorlagen hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf den Klimawandel bewertet werden sollten. Als ein Teil des Konzepts müsse auch über ein Tempolimit gesprochen werden, sagte sie ohne eine konkrete Zahl zu nennen.

In Teilen Sachsen-Anhalts bestehe nach Ansicht von Wissenschaftlern einen besondere Gefährdung durch Dürren im Sommer. Das betreffe die Börde und Teile der Altmark. In den Elb- und Muldeniederungen dagegen bestünde die Gefahr örtlicher Starkniederschläge.

Wernicke betonte, Sachsen-Anhalt habe bei den erneuerbaren Energien eine Vorreiterrolle. Rund neun Prozent der im Land erzeugten Energien stamme aus diesem Bereich. Das sei fast halb so viel wie die Europäische Union bis 2020 erreichen wolle. Der Anteil erneuerbarer Energien beim Strom lag 2005 bei mehr als 20 Prozent. Der Ausstoß klimaschädlicher Gase liege im Land trotz wirtschaftlichem Aufholprozess nahezu auf dem Niveau von 1994.