Klimaschutzkonzept

Sachsen-Anhalt setzt noch stärker auf Wind- und Bioenergie

Mit Blick auf den Klimaschutz will Sachsen-Anhalt künftig noch stärker auf Wind- und Bioenergieanlagen setzen. Das geht aus dem diese Woche in Magdeburg vorgestellten Klimaschutzkonzept der Landesregierung hervor. Von 1990 bis 2005 habe das Bundesland seine CO2-Emissionen bereits um gut 35 Prozent gesenkt.

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Magdeburg (ddp-lsa/sm) - Das Ziel der Europäischen Union (EU), die Kohlendioxid-Emission um 30 Prozent zu senken, habe das Land bereits 2005 überschritten und das Ziel der Bundesregierung bald erreicht. "Wir haben sehr viel erreicht, aber alles, was wir jetzt weiter tun, wird schwieriger", sagte Umweltministerin Petra Wernicke (CDU).

Die CO2-Emission im Land lag den Angaben zufolge 1990 bei rund 64,9 Millionen Tonnen. Für das Jahr 2005 wurden 41,6 Millionen Tonnen ausgewiesen. Damit sei die Gesamtemission in diesem Zeitraum um 35,9 Prozent reduziert worden. Ziel der Bundesregierung ist, die Emission von 1990 bis 2020 um 40 Prozent zu verringern. Der größte Effekt sei durch den Ausbau erneuerbarer Energien erreicht worden, sagte die Ministerin.

Eine künftige Förderpolitik soll die Mittel von EU und Bund für die Bürger durch verstärkte Beratung und Information besser nutzbar machen. Die Ministerin will das Konzept in Kürze der Regierung mit dem Vorschlag zur Gründung einer Arbeitsgruppe Klimaschutz vorlegen, die ein Klimaschutzprogramm erarbeiten soll.