Perspektive für die Region

Sachsen-Anhalt: Landesregierung bekennt sich zur Braunkohle

Die Landesregierung Sachsen-Anhalts bekennt sich zur Nutzung der heimischen Braunkohle. Angesichts der Preissteigerungen bei Öl, Gas und Steinkohle sei dies nur folgerichtig, sagte Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU) heute auf einer Festveranstaltung zum zehnjährigen Bestehen des Kraftwerks Schkopau.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Schkopau (ddp-lsa/sm) - Böhmer fügte hinzu, hohe Energiepreise dürften nicht zu einer Belastung für den Standort Deutschland werden. Die verschiedenen Energieträger müssten in Zukunft verstärkt daran gemessen werden, wie kostengünstig aus ihnen Energie gewonnen werden könne. Sachsen-Anhalt habe sich inzwischen auch als Standort regenerativer Energien, wie Biomasse, Solarenergie und Windenergie, etabliert, sagte Böhmer. Wichtig sei ein gesunder Mix der Energieträger.

Das Braunkohlekraftwerk in Schkopau habe positive Impulse für die gesamte Region gegeben, sagte Böhmer. Mit dem Bau des Kraftwerks habe die Braunkohleförderung in der Region eine langfristige Perspektive erhalten. Mit hohem Wirkungsgrad und niedrigen Emissionen werde aus Braunkohle Energie gewonnen.

Das Kraftwerk Schkopau mit einer Nettoleistung von 900 Megawatt ging den Angaben zufolge 1996 ans Netz. Pro Jahr werden bis zu sechs Millionen Tonnen Braunkohle aus dem nahegelegenen Tagebau Profen in Strom und Prozessdampf für die benachbarte Chemieindustrie umgewandelt. Im Kraftwerk sind 190 Mitarbeiter beschäftigt. Gesellschafter sind zu 58,1 Prozent die E.ON-Kraftwerke GmbH und zu 41,9 Prozent die Saale-Energie GmbH.