Projektvorstellung

Sachsen-Anhalt: Heizkraftwerk für Ersatzbrennstoffe geplant

Die Stadtwerke-Hannover-Tochter Danpower und die P-D ChemiePark Bitterfeld Wolfen wollen gemeinsam ein Ersatzbrennstoffheizkraftwerk in dem Chemiepark in Sachsen-Anhalt bauen. Beide Unternehemen teilten jetzt die Gründung der gemeinsamen Projektgesellschaft PD Energy GmbH mit.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Hannover/Potsdam (red) - Das Ersatzbrennstoffkraftwerk hat eine elektrische Leistung von neun Megawatt bei gleichzeitiger Auskopplung von 20 Megawatt Raum- und Prozesswärme. Während der Strom ins Netz des örtlichen Netzbetreibers eingespeist wird, wird die gesamte Jahresmenge an Wärme voraussichtlich durch zwei ortsansässige Unternehmen abgenommen. Durch das Heizkraftwerk werden 20 Arbeitsplätze geschaffen. Das geplante Kraftwerk soll ab dem ersten Quartal 2009 Strom und Wärme liefern. Das Investitionsvolumen wird mit 50 Millionen Euro angegeben.

Jährlich benötigt die Anlage den Angaben zufolge etwa 100.000 Tonnen mittel- und hochkalorische Reststoffe aus der Reststoffwirtschaft. Die Anlieferung soll schon ab Mitte 2008 möglich sein. Erste Gespräche mit potenziellen Zulieferern seien bereits geführt, so Danpower-Geschäftsführer Sven Schmieder. Und weiter: "Ziel ist es, rund 70 Prozent der Brennstoffmengen langfristig zu kontrahieren und 30 Prozent der Mengen kurzfristig am Markt zu kaufen." Sieben Millionen Tonnen Reststoffe fallen nach Danpower-Angaben jährlich in Deutschland an, die zur thermischen Verwertung zur Verfügung stehen.

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