Zusätzliche Lehrstellen

Sachsen-Anhalt: Energiewirtschaft unterstützt Ausbildungsoffensive

Im Rahmen des sogenannten "Modells Sachsen-Anhalt", einer besonderen Variante des "Schaumburger Modells" der Bundeswehr, stellen die Unternehmen der Energiewirtschaft des Landes im laufenden Jahr zwölf zusätzliche Ausbildungsplätze bereit, die von der Landesregierung Sachsen-Anhalt und der Bundeswehr finanziell gefördert werden.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Bei den Unternehmen, die den größten Teil der Ausbildungskosten tragen, handelt es sich um die Kraftwerk Bitterfeld/Wolfen GmbH, die envia Mitteldeutsche Energie AG, (Chemnitz), mit der Hauptdirektion Sachsen-Anhalt in Halle, die Energieversorgung Halle GmbH, die GISA GmbH (Halle), die imp GmbH – Gesellschaft für Geodatenservice (Halle), die MITGAS Mitteldeutsche Gasversorgung GmbH (Gröbers), die Stadtwerke Bernburg GmbH und die Stadtwerke Merseburg GmbH. Die Jugendlichen werden hier zu Anlagenmechanikern, Energieelektronikern, IT-Kaufleuten und IT-Systemelektronikern ausgebildet. Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung werden alle Jugendlichen von der Bundeswehr als Soldat auf Zeit für acht Jahre in die Feldwebellaufbahn übernommen.

Die Koordination des Projektes und der gesamten Ausbildung erfolgt durch die bildungszentrum energie GmbH (bze), ein Tochterunternehmen der enviaM und der MITGAS. Das bze wirkte maßgeblich an der Entwicklung der Ausbildungsinitiative in Sachsen-Anhalt mit. Auch in Brandenburg, wo das Schaumburger Modell als Modell Süd-Brandenburg in Anlehnung an Sachsen-Anhalt im Juni 2003 eingeführt worden ist, ist das bze federführend beteiligt. "Mit dem Modell wollen wir ein Zeichen für die Jugendlichen in Sachsen-Anhalt setzen. Der Nachwuchs braucht eine berufliche Perspektive, die wir ihm mit der Ausbildungsoffensive geben wollen", erläutert bze-Geschäftsführer Bernd Koller.