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Saarland: Wettbewerb zur Brennholz-Nutzung

Brennholz ist nicht gleich Brennholz. Nur richtig gelagertes und damit trockenes Holz ist ein umweltfreundlicher Energieträger, der Öl und Gas teilweise ersetzen kann und echten Mehrwert für die Umwelt bringt. Darauf weist das saarländische Umweltministerium vor dem Hintergrund des aktuellen Brennholzbooms hin.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Saarbrücken (red) - Umweltminister Stefan Mörsdorf (parteilos) wies auf Standards und Regeln bei der Gewinnung, Lagerung und Verfeuerung von Brennholz. Sein Ministerium unterstützt ein Qualitätsoffensive im Landkreis Sankt Wendel. Dort laufen seit Jahren verschiedene Projekte rund um das Thema ländlicher Energiemix und Brennholz. Jüngstes Projekt ist ein Brennholzwettbewerb, den die Koordination der regionalen Wertschöpfungskette Holz Saar mit der Stadt Sankt Wendel durchführt.

Mitmachen bei dem Wettbewerb können nach Ministeriumsangaben alle Brennholz-Selbstwerber. Bewertet werden drei Aspekte. So geht es zum einen darum, dass das Brennholz im Wald unter Beachtung der Regeln des Unfallschutzes, aber auch wald- und bodenschonend "gemacht" wird. Zweiter Bewertungspunkt ist die richtige Lagerung des Holzes. Denn nur Brennholz, das optimal gelagert wurde, verbrennt emissionsarm und mit hohem Heizwert. Als drittes Kriterium wird bewertet, ob bei der Nutzung des erneuerbaren Energieträgers Holz auch die richtige Heiztechnik zum Einsatz kommt. Während die ersten beiden Kriterien durch die örtlichen Förster bewertet werden, beurteilt der Schornsteinfeger die richtige Heiztechnik. Der Wettbewerb in St. Wendel läuft noch bis zum 30. November.

"Das ist ein tolles Projekt, das ich mir auch in anderen Städten und Gemeinden vorstellen kann", so Umweltminister Stefan Mörsdorf. Mörsdorf unterstreicht, dass Brennholznutzung auch viel mit regionaler Baukultur zu tun habe. "Ein handwerklich errichteter, vielleicht sogar mit roten Ziegeln eingedeckter Schuppen für die Brennholzlagerung kann das Ortsbild durchaus bereichern", so Mörsdorf.

Nach Berechnungen des saarländischen Umweltministeriums können etwa zehn Prozent des Heizöls, das im Saarland in Privathaushalten für Heizzwecke verbrannt wird, durch Holz aus heimischen Wäldern ersetzt werden.

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