Standpunkt

Saarland: Strom- und Gaspreise im Mittelfeld

"Die Energiepreise im Saarland für Privatkunden sind im Bundesvergleich im unteren Bereich", erläuterte der saarländische Wirtschafts- und Arbeitsminister Dr. Hanspeter Georgi kürzlich aus Anlass der aktuellen Genehmigungsdiskussion. Allerdings sei der Einfluss des Landes auf die Preise schon jetzt sehr gering.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Saarbrücken (red) - Laut Georgi befindet sich das Saarland nach den jüngsten Preiserhöhungen im Bundesvergleich bei einem Verbrauch von bis zu 2000 Kilowattstunden zusammen mit Schleswig-Holstein im günstigsten Drittel. Am meisten müsse der Kunde in Baden-Württemberg bezahlen. Von den genehmigten Preisen seien im Saarland etwa ein Drittel aller Haushalte betroffen. "Im Saarland sind das faktisch nur die Haushalte, die bis zu 2000 Kilowattstunden pro Jahr abnehmen. Für alle anderen bieten die regionalen und überregionalen Versorger individuell maßgeschneiderte Tarife, die ihnen teils automatisch als best price von den Unternehmen angeboten werden", erläuterte Georgi.

Georgie wies zudem darauf hin, dass ab 1. Juli 2007 die Genehmigungspflicht für den Endpreis entfalle, da die Regulierungsbehörden dann die Überwachung übernehmen.

In Bezug auf die Gaspreise, die keiner Genehmigung bedürfen, habe die saarländische Regierung einen umfassenden Gaspreisvergleich durchgeführt, führte Georgi aus. Im Ergebnis finde sich das Saarland quasi gleichauf mit Rheinland-Pfalz auf dem zweiten Platz bei den günstigsten Preisen. Im verhältnismäßig günstigen Saarland gebe es derzeit für einen Marktmissbrauch keine Anhaltspunkte.