Neue Umweltministerin

Saarland soll Ökostrom-Anteil verzehnfachen

Die künftige saarländische Umweltministerin Simone Peter (Grüne) will einen "Masterplan" erarbeiten, mit dem der Ökostromanteil in dem Bundesland verzehnfacht werden soll. Derzeit liegt der Ökostromanteil bei rund 1,8 Prozent, womit das Saarland Schlusslicht unter den deutschen Flächenländern ist.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Frankfurt/Main (ddp/red) - Sie plane dafür "ein ganzes Bündel von Maßnahmen", sagte Peter in der "Frankfurter Rundschau". Bis 2020 sollen im Saarland 20 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien produziert werden, hieß es.

Peter sagte, sie wolle Fördermittel, die der Bund etwa durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz anbietet, verstärkt ins Saarland holen. Neue Landesentwicklungspläne sollten die Standorte für Öko-Kraftwerke sichern und ein Kataster für alle Dachflächen Möglichkeiten für die Solar-Nutzung aufzeigen. Außerdem plane sie, die Nutzung von Sonnen-, Bio- und Erdwärme auch in Altbauten und öffentlichen Gebäuden zu verbessern.

Peter räumte ein, dass die Jamaika-Festlegung für den Atomausstieg angesichts der Mehrheitsverhältnisse im Bundesrat "nur Signalwirkung" habe. Das sei aber nicht zu unterschätzen. "Wir müssen weiter Überzeugungsarbeit leisten, dass Deutschland mit dieser Risikotechnologie mit ihrem ungelösten Endlagerproblem, die auch noch den Ausbau der Ökoenergie blockiert, auf dem Holzweg ist", sagte sie. Die neue saarländische Regierung aus CDU, FDP und Grünen soll am Dienstag ihr Amt antreten.