Sanierungsarbeiten abgeschlossen

Saarland: Solaranlage auf Umweltministerium in Betrieb genommen

Umweltminister Stefan Mörsdorf hat diese Woche die neue Photovoltaikanlage auf dem Umweltministerium Saarland vorgestellt. Diese erzeugt jährlich über 18.000 Kilowattstunden CO2-freien Strom. Durch die verbesserte Dachdämmung werden zudem rund 1.000 Euro Heizkosten pro Jahr eingespart.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Saarbrücken (red) - Umweltminister Stefan Mörsdorf und die Geschäftsführer der Saarbrücker Firma PV-Solardach GmbH, Herr Weyand und Herr Müller-Weisenstein stellten diese Woche die kürzlich fertiggestellte Photovoltaikanlage auf dem Dach des saarländischen Umweltministeriums vor. Diese liefert mit einer Spitzenleistung von rund 22 Kilowatt kohlendioxidfreien Strom. Mit einer Jahreserzeugung von 18.700 Kilowattstunden entspricht diese Stromerzeugung etwa dem durchschnittlichen Jahresverbrauch von vier bis fünf Einfamilienhäusern. Die Baumaßnahmen seien ein gutes Beispiel für die Möglichkeiten, "wie man bei der Gebäudesanierung einen wirksamen Beitrag zur Reduzierung des Kohlendioxidausstoßes am eigenen Haus leisten kann", so der saarländische Minister. Mit einer Energiesparkampagne "clever saniert!" wolle man in diesem Jahr besonders bei Hauseigentümern, Handwerkern und Planungsbüros für die energetische Altbausanierung werben.

Die Entscheidung, das 660 Quadratmeter große Dach des Dienstgebäudes mit einer Photovoltaikanlage entsprechend auszurüsten, war bereits Ende 2005 gefallen. Da zugleich aber auch eine Dachsanierung notwendig war, entschieden sich das für die landeseigenen Gebäude zuständige Finanzministerium und das Umweltministerium dafür, mit der Dachflächensanierung auch eine dachintegrierte Photovoltaikanlage errichten zu lassen.

Betreiberin der Anlage ist die Firma PV-Solardach GmbH aus Saarbrücken. Die Photovoltaikanlage verfügt über eine Spitzenleistung von rund 22 Kilowatt und besteht aus 81 Modulen mit einer Gesamtfläche von rund 400 Quadratmetern. Insgesamt kostete die Baumaßnahme rund 277 000 Euro: Davon stellte der Investor 122 000 Euro zur Verfügung als einmaliges Entgelt für die Möglichkeit, die PV-Anlage auf dem landeseigenen Dach betreiben zu dürfen.

Die Sanierung des Flachdaches erfolgte mit einer 24 Zentimeter dicken Wärmedämmschicht aus Steinwolle. Die alte Wärmedämmschicht, die beim Neubau des Gebäudes verwandt worden war, hatte eine Dicke von nur etwa 4 Zentimetern. Durch die so verbesserte Wärmedämmung lasse sich eine Heizkostenersparnis von etwa 1.000 Euro pro Jahr erzielen. Durch die Dacherneuerung und die Installation der Photovoltaikanlage können pro Jahr etwa 10.000 Kilogramm Kohlendioxid eingespart werden, so der Umweltminister abschließend.