IZES-Studie

Saarland hat Platz für Zukunftsenergien

Im Saarland wurde kürzlich eine Studie des Institut für ZukunftsEnergieSysteme (IZES) vorgestellt, die im Auftrag des saarländischen Wirtschaftsministeriums und einiger Energieunternehmen die Chancen künftiger Energieversorgungs- und -managementstrukturen untersucht.

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"Das Saarland profiliert sich überregional als Standort für Unternehmen mit dem Geschäftsfeld Zukunftsenergie." Das sagte der saarländische Wirtschaftsminister Dr. Hanspeter Georgi kürzlich bei der Vorstellung der Studie "Saarländische Perspektiven für Zukunftsenergien/-systeme". Die Studie, die das Institut für ZukunftsEnergieSysteme (IZES) im Auftrag des saarländischen Wirtschaftsministeriums und einiger Energieunternehmen erarbeitet hat, stellt Chancen künftiger Energieversorgungs- und -managementstrukturen vor.

Insgesamt habe das Saarland Nachholbedarf: "Entgegen früherer regierungsamtlicher Behauptungen lag das Land auch noch Ende der 90er Jahre im Hinterfeld bei der Nutzung regenerativer Energien", belegte Georgi. Die Ergebnisse der Studie stimmen für den Wirtschaftsstandort Saarland allerdings zuversichtlich: Im Saarland, so die Einschätzung der Experten, könnten bis zum Jahr 2010 zusätzliche Geschäftsfelder im Energiebereich effizient und marktgerecht aufgebaut werden. Dabei geht es vor allem um die Realisierung von Systemlösungen und den Ausbau regenerativer Energienutzung. Große Potenziale bestünden in den Bereichen Forschung und Entwicklung (FuE), Engineering, Consulting, Wartung und Service sowie Betrieb energietechnischer Anlagen.

Als weniger zukunftsträchtig schätzt die Wirtschaft fertigungstechnische Zweige wie die Herstellung von Komponenten sowie den Anlagen- und Systembau ein. Hier hat laut Studie bisher kaum ein Unternehmen im Land entsprechendes Basis-Know-How aufgebaut. Demgegenüber hätten Altbausanierung und Entwicklung kostengünstiger Energiesparhäuser sowie dezentrale Energieversorgungskonzepte eine besondere Priorität für die Zukunft. Unter dem Stichwort "Virtuelle Kraftwerke" sind beispielsweise Brennstoffzellen oder andere sogenannte Kraft-Wärme-Koppelungsanlagen (KWK) beim Endverbraucher Erfolg versprechende Bereiche. Dazu gehören auch "integrierte Energiemanagementsysteme". "Für Energiekunden bedeuten diese Konzepte einen geringeren Energieverbrauch bei gleichzeitig hohem Nutzerkomfort", unterstrich der wissenschaftlicher Leiter des IZES, Prof. Horst Altgeld,. "In der Endversion sollen Kunden die Möglichkeit haben, ihre aktuellen Energieverbrauchswerte über PC oder Handy abzurufen und ihren Energieverbrauch selbst effizienter zu gestalten".