Dezentrale Erzeugung

Saarland: Grüne fordern Umbau der Energiewirtschaft

Die Grünen im Saarland fordern einen konsequenten Ausbau regenerativer Energien als Teil des Strukturwandels. Bis zum Jahr 2020 sollen von den erwarteten rund 2000 Megawatt Leistung, die im Saarland erzeugt werden, rund 600 Megawatt aus Photovoltaik, Biomasse und Windkraft stammen.

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Saarbrücken (ddp-rps/sm) - Ein entsprechendes Energiekonzept wollten die Grünen auf ihrem Parteitag am Samstag verabschieden, so Parteichef Hubert Ulrich. Das Konzept sei ein Bekenntnis der Grünen zum Energiestandort Saarland, betonte Ulrich. Es gehe nicht darum, ob Energie im Saarland erzeugt werde, sondern wie.

In ihrem Konzept setzen die Grünen vor allem auf dezentrale Strukturen. Dazu müssten die Rolle der Kommunen und die Beteiligung der Bürger gestärkt werden, heißt es in dem Papier. Als Planungs- und Arbeitsgrundlage müsse ein Landesentwicklungsplan Erneuerbare Energien erstellt werden. Außerdem fordern die Grünen eine Bündelung der bisher in verschiedenen Ministerien angesiedelten Zuständigkeiten in einem Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr. Zur Stärkung des Energiestandortes soll auch die Hochschullandschaft des Saarlandes stärker auf Forschung und Entwicklung im Bereich regenerativer Energien ausgerichtet werden.

Der Rahmen und die Förderkulisse zur Erreichung energiepolitischer Ziele wie etwa der Reduzierung der CO2-Emmissionen bis 2020 würden zwar von Gesetzgebung auf Bundes- und EU-Ebene vorgegeben, sagte Ulrich. Es sei aber Aufgabe der Länder, innovative Konzepte zur Umsetzung zu entwickeln. Dabei liege das Saarland allerdings weit hinter anderen Bundesländern zurück.