Umstrittener Bau

Saarland: Georgi verteidigt Planung des Kohlegroßkraftwerks

Der scheidende Wirtschaftsminister Hanspeter Georgi (CDU) hat den geplanten Bau eines neuen Kohlegroßkraftwerks in Ensdorf erneut verteidigt. Der Neubau ist umstritten. Georgi wird in den Ruhestand treten und vom jetzigen Homburger Oberbürgermeister Joachim Rippel abgelöst werden.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Saarbrücken (ddp/sm) - Der Neubau von zwei Kraftwerksblöcken mit jeweils 800 Mega-Watt Leistung und einer Investition von zwei Milliarden Euro sei ein wichtiges Signal für den Energiestandort Saarland, sagte Georgi am Dienstag in Saarbrücken. Im Genehmigungsverfahren müsse allerdings sichergestellt werden, dass alle Emissionsgrenzwerte eingehalten werden. Der von RWE Power geplante umstrittene Neubau wird auch am heutigen Mittwoch den saarländischen Landtag beschäftigen.

Daneben zog der Minister eine positive Bilanz seiner achtjährigen Amtszeit. Aus der Vision, das Saarland zu einem Aufsteigerland zu machen, sei Wirklichkeit geworden, betonte er. Saarland habe während seiner Amtszeit bei den wesentlichen Wirtschaftsindikatoren seine Plätze im Ranking der Bundesländer verbessern können, betonte der Minister. Dies habe auch die jüngste Bertelsmann-Studie bestätigt.

Georgi, der seit der Regierungsübernahme durch die CDU 1999 Wirtschaftsminister war, wird im Zuge der vergangene Woche bekannt gegebenen Regierungsumbildung aus seinem Amt ausscheiden und im Alter von 65 Jahren in den Ruhestand treten. Nachfolger von Georgi soll der derzeitige Homburger Oberbürgermeister Joachim Rippel (CDU) werden.