Wegen steigender Gas- und Ölpreise

Saarland: Brennholzbedarf steigt rapide an

Der Anstieg der Preise für Erdöl und Erdgas beschert dem Energieträger Holz einen regelrechten Boom. Nach Angaben des saarländischen Umweltstaatssekretärs Rainer Grün wurde in dem Bundesland beim Brennholz im ersten Halbjahr die Gesamtmenge des Vorjahres verkauft.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Saarbrücken (red) - Der sprunghafte Anstieg der Brennholznachfrage hat schon im vergangenen Jahr im Saarland zu lokalen Bereitstellungsengpässen geführt. So hat sich beispielsweise der Brennholzverkauf vom SaarForst Landesbetrieb zwischen den Jahren 2001 und 2005 mehr als verdoppelt. "Diese Entwicklung ist grundsätzlich positiv zu sehen, da in einem modernen, zukunftsfähigen Energiemix der Biomasse und dabei insbesondere dem Holz eine wichtige Rolle zukommt", sagte Grün. "Öl oder Gas werden nicht durch einen alternativen Energieträger allein ersetzt werden können. Aber Holz hilft, die Abhängigkeit von Öl und Gas spürbar zu verringern."

Der SaarForst Landesbetrieb wird ab Oktober wieder Brennholz abgeben, so Grün. Zum einen gibt es das dezentrale Angebot der Forstreviere, Brennholz selbst im Wald zu werben. Die Namen der jeweiligen Revierleiter und deren Sprechstunden sind auf einer eigenen Internetseite verzeichnet. Der SaarForst Landesbetrieb hat zudem auch ein eigenes Brennholz-Telefon eingerichtet. Außerdem hat das Ministerium für Umwelt eine Brennholz-Fibel mit einem Brennholz-Adressbuch herausgegeben.

Im Biomassezentrum in Landsweiler-Reden (Schiffweiler) wird zusätzlich an zentraler Stelle Brennholz – auch ab Oktober – zum Verkauf angeboten. Dieses Brennholz ist den Angaben zufolge zwar ofenfertig gespalten, aber noch nicht getrocknet. Nur trockenes, gut abgelagertes Holz ist ein umweltverträglicher Brennstoff. Waldfrisches Holz muss daher drei Jahre an einem trockenen, luftigen Ort lagern (verbleibender Wassergehalt kleiner als 20 Prozent), ehe es verbrannt werden darf.

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