Solarkataster

Saarbrücken nutzt sein Solarstrompotenzial noch kaum

Etwa 40 Prozent der Gebäude in Saarbrücken sind für die Solarstromnutzung geeignet. Bei einer Ausnutzung dieses Potenzials könnten pro Jahr etwa 145.000 Tonnen Kohlendioxidausstoß vermieden werden - was etwa neun Prozent des gesamten jährlichen CO2-Ausstoßes der Stadt entspreche.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Saarbrücken (dapd/red) - Das sagten Stadtverbandsdirektor Peter Gillo (SPD) und der Saarbrücker Umweltdezernent Kajo Breuer (Grüne) am Montag bei der Vorstellung des Solarkatasters in Saarbrücken.

Fast den ganzen Strombedarf decken

Breuer verwies darauf, dass bei vollständiger Nutzung des Potenzials aus Solarenergie rund 90 Prozent des Strombedarfs der privaten Haushalte in Saarbrücken gedeckt werden könnte. Das Solarkataster biete dabei Hauseigentümern Entscheidungshilfen für mögliche Investitionen. In der Praxis gebe es allerdings "einige Widrigkeiten und Hürden" wie denkmalschutzrechtliche Vorschriften, räumte Breuer ein.

Gillo bezeichnete das Solarkataster als Marketing- und Anreizinstrument für solare Energieerzeugung. Mit der Fertigstellung der Untersuchung für die Landeshauptstadt liege das Kataster nun vollständig für den Regionalverband Saarbrücken vor.

Verband hat vor allem die Schulen im Auge

Für den Regionalverband seien dabei insbesondere die Schulgebäude auf die Möglichkeit solarer Energienutzung untersucht worden, sagte Gillo. Dabei habe sich ein Potenzial von etwa vier Megawatt ergeben, von dem etwa die Hälfte in den kommenden fünf bis sieben Jahren realisiert werden könne. Zurzeit würden an drei Schulen Solarenergie Anlagen installiert, drei weitere seien für das kommende Jahr geplant.